Dank spezieller Haken und eines neuartigen Schutzleiteranschlusses verrastet das Stecksystem UACS1 von Unger Kabel-Konfektionstechnik beim Einbau ins Gehäuse automatisch und stellt gleichzeitig die Schutzleiterverbindung auf das Gerätegehäuse her.
Herkömmliche Schutzleiterverbindungen werden bei Weißwarengeräten für gewöhnlich durch Schraubverbindungen umgesetzt«, berichtet Sebastian Rechenberger, Konstrukteur der F&E bei Unger. »Diese Technologie ist aber aus heutiger Sicht als kritisch zu bewerten, denn beim Anziehen der Schrauben ist ein bestimmtes Anzugsdrehmoment einzuhalten. Ist es zu groß, kann das Gewinde beschädigt werden, während bei einem zu geringen Drehmoment die Verbindung instabil ist.« Unkompliziertes Handling bei Montage und Demontage Unger Appliance Connection System – kurz UACS1 – ist ein kompaktes Anschlusssystem aus zwei Komponenten, dem Gerätestecker und der Netzanschlussleitung. Es hat den Vorteil, dass Anwender das Netzanschlusskabel nicht mehr in der Gerätefertigung montieren müssen. Das senkt Kosten und erhöht die Flexibilität bei der Herstellung von Geräten weißer Ware. Der Gerätestecker nutzt eine sogenannte Power-Kontaktklemmfeder. Dadurch schnappt er bei seiner Montage direkt in den Blechausschnitt ein und verbindet die Geräteinnenverdrahtung über Steckstellen mit der Netzleitung – somit ist kein Schrauben oder Nieten notwendig. Über diese Verrastung wird der Gerätestecker im Gehäuse verankert; anschließend muss nur noch die Innenverdrahtung des Gerätes daran angesteckt werden. Bisher nutzte die Langversion des UACS1 eine Zweipunktverrastung: Jeweils ein Haken links und rechts an der Steckerseite sorgten dabei im Gehäuseblech für sicheren Halt. Die überarbeitete und optimierte Kurzversion der Kabel-Konfektionisten nutzt anstelle dieses Zweipunktsystems vier Haken an den Ecken des Steckers. Dadurch ist der Gerätestecker laut Unternehmensangabe deutlich leichter montierbar, hält höheren Auszugsbelastungen stand und ist flexibler bei unterschiedlichen Blechstärken einsetzbar.
Die zusätzlichen Sperrelemente an der Verrastgeometrie des Gerätesteckers stellen sicher, dass bei nicht ordnungsgemäßer Montage des Gerätesteckers in das Gehäuseblech ein Anstecken der Netzleitung und damit eine Inbetriebsetzung des Gerätes unmöglich ist.
Für Hersteller erleichtert die Zweiteilung des UACS1 den Umgang mit den verschiedenen Ländervarianten, weil die länderspezifische Netzanschlussleitung separat hergestellt und dem Gerät beigelegt werden kann. Der Hersteller kann außerdem sein Gerät fertigen und den Stecker direkt verbauen, ohne das Netzkabel durch alle Stationen der Fertigung führen zu müssen. Das System ist für den stromführenden Außenleiter (L) und den stromrückführenden Neutralleiter (N) festgelegt, der Schutzleiter (PE) ist gerätespezifisch anpassbar.
Eindeutiges Kodierungssystem schützt Endverbraucher Aus Sicherheitsgründen besitzt das UACS1-Anschlusssystem eine spezielle Strom- und eine Temperaturkodierung, die gleichzeitig eine Verpolung von L und N verhindert. Je nach Einsatzfall ist das System für eine Stromstärke von 6, 10 oder 16 A und für Temperaturen von 70, 90 und 120 °C kodiert. Dadurch ist für jede Anschlusskonfiguration ein Verpolungsschutz der Leitungen und ein thermischer Überlastschutz gewährleistet. Die Kurzversion des UACS1-Steckersystems entspricht DIN EN 60320. In Verbindung mit dem beschriebenen Sicherheitskonzept ermöglicht der Gerätestecker einen Netzanschluss für alle Kleingeräte, wie er zum Beispiel für Herde und Dampfgarer bereits üblich ist. So lassen sich sämtliche Weißwarengeräte über das UACS1 montage- und servicefreundlich mit den länderspezifischen Stromversorgungsnetzen verbinden.
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